Fünftes Stadtgespräch betont den Erfolg in der Zusammenarbeit der letzten Jahre!

Schon zum fünften Mal in Folge haben sich Vertreter der Stadt und Polizei München und die Münchner Fahrer/-innen, die sich unter dem Dach des ADFC e.V. organisiert haben, an einen Tisch gesetzt. 

Thema war dieses Jahr vor allem der Standplatz für Fahrradrikschas am Marienplatz, der ab Ende 2017 einer Baustelle weichen muss. Das Kreisverwaltungsreferat sicherte den Münchner Fahrer/-innen volle Unterstützung bei der Suche nach einem Übergangsstandplatz zu. Die Ortsbegehung hierfür soll Mitte August stattfinden. Ob die Münchner Fahrer/-innen und ihre Rikschas nach der Zeit der Baustelle wieder auf dem Marienplatz vertreten sein werden, steht noch aus.

Rechtlich werden Rikschas in Deutschland als Fahrräder behandelt. Da der Marienplatz vollständig zu Fußgängerzone ausgebaut wird, wäre das nicht nur das Aus für Fahrräder, sondern eben auch für Rikschas. Dabei unterscheiden sich Rikschas in ihrer Bauweise grundsätzlich von Fahrrädern und aufgrund ihrer Eigenschaften bieten sie sich als Mobilitätsstationen für Fußgängerzonen zukünftiger Innenstadtbereiche an. Rikschas können z.B. langsamer als Schrittgeschwindigkeit (= Kriechgeschwindigkeit) fahren. Muss ein Fahrradfahrer aufgrund der Bauweise seines Fahrrads in Fußgängerbereichen absteigen, um durch Schlingern keine Mitmenschen zu gefährden, kann der Fahrer einer Rikscha aufgrund ihrer Bauweise so langsam fahren, wie es eine Situation erfordert, um keine Mitmenschen zu gefährden. Für Fußgängerzonen ermöglicht die Kriechgeschwindigkeit auch Menschen mit Beeinträchtigungen weiterhin den Zugang zur Innenstadt, ohne Fußgänger zu gefährden. Dieser Vorteil macht neben weiteren Vorteilen für die Innenstadtmobilität der Zukunft die Rückkehr der Rikschas auf den Marienplatz nach der Zeit der Baustelle zumindest nicht unwahrscheinlich. Aber dafür braucht es auch die Unterstützung aus dem Rathaus. Um die Münchner Politik für das Thema zu interessieren, ist ein Treffen mit den Bürgermeistern geplant. Das Kreisverwaltungsreferat hat aufgrund der sehr guten Erfahrungen in der Zusammenarbeit der letzten Jahre insbesondere auch bezüglich des Marienplatzes seine volle Unterstützung zugesagt, was die Münchner Fahrervertretung des ADFC e.V. sehr freut. Zuletzt darf nicht vergessen werden, dass die Münchner Rikschafahrer/innen mit Stadführungen durch die Münchner Innenstadt ihren Lebensunterhalt bestreiten. Am Marienplatz starten und enden seit 1997 die geführten Rundfahrten durch die Altstadt mit der Rikscha.

Die Münchner Fahrer/-innen bedanken sich für das Treffen und die sehr angenehme Zusammenarbeit der letzten Jahre. Wir freuen uns auf die Zukunft!