Schiller-Bräu bringt erstes Rikscha-Bier auf den Markt!

Saugemütlich ist es, wenn der Gast bei den Wirtsleuten Kristina und Ninja Höfler in der Schillerstraße 23 durch die Türen des Schiller-Bräu tritt. Das Gefühl bayrischer Gastfreundschaft und Heimat empfängt einen. Die rustikale Einrichtung ist eine gelungene Mischung aus modern und urig und in der Ecke, zum Fenster hin, dampfen zwei kupferne Sud-Kessel vor sich hin: Da wollen wir hin, da bleiben wir, da san ma dahoam!

Ninja und Kristina, Wirtsleute und Brauerinnen mit Leidenschaft.

Die zwei hübschen Sud-Kessel waren auch der Grund für unseren Besuch. Oder nicht ganz, sondern eher das, was sie erzeugt haben. Denn Ninja und Kristina haben das erste Rikscha-Bier Münchens gebraut 😉 und vermutlich das erste Rikscha-Bier überhaupt. Und da ging gleich mal ein Ruck durch unsere kleine Münchner Branche, der bis zu unseren Kollegen nach Berlin reichte: Ein Bier mit einer Rikscha auf dem Etikett? Die zwei wollten wir kennen lernen. Und das Bier natürlich auch, samt Geschichte wie es dazu kam.

„Die Idee entstand im Frühjahr bei Giesinger gemeinsam ein Bier zu brauen“, erzählt Kristina. „Also haben wir den Steffen [Anm.: Geschäftsführer bei Giesinger] gefragt, ob er Lust hätte gemeinsam ein Bier mit uns zu machen. Eine Freindalwirtschaft, wie es auch auf dem Etikett steht.“

Frühjahr 2018 also, es sind noch wenige Monate bis zur Wiesn und da wollten sie ein besonderes Bier rausbringen. Denn nicht nur Wirtsleute sind sie, sondern so wie früher bei Gastwirten auch, brauen sie ihren eigenen Gerstensaft: Helles, Dunkles, Weißes, Pils, jede Sorte findet sich auf dem Brauplan, für den Julian, ihr Brauer verantwortlich ist. Zusätzlich zu ihren vier Bieren, bieten Kristina und Ninja monatlich wechselnde Biere an. Anstich ist dann immer am ersten Mittwoch im Monat um 18:00 Uhr in der Braustube. Frisch aus dem Holzfass gezapft, gibt es für jeden Gast ein bisschen was zu probieren. Das Monatsbier wird so lange ausgeschenkt, bis das Fass leer ist. Fast so wie auf dem Viktualienmarkt, der von den großen Münchner Brauereien beliefert wird. Da ist auch immer ein anderes Bier im Ausschank, und wenn es leer ist, ist die nächste Brauerei dran. Für uns gehört die Schiller-Brauerei der Höflers jetzt schon zu den ganz Großen.

Sechs kleine Schürzenjäger standen im Regal, da hatte einer Durst, da warens nur noch fünf. Fünf kleine Schürzenjäger standen im Regal, da hatte…

Für das Rikscha-Bier, ein untergäriges, dunkles Vollbier hat sich Julian mit Simon, dem Brauer vom Giesinger zusammengetan. Und wieso gerade eine Rikscha auf dem Etikett? Na, weil die da während dem Oktoberfest immer so nett durch die Hauptbahnhofgegend fahren. Und so sei die Idee eben entstanden, alle miteinander in einer Rikscha auf das Etikett zu drucken, Steffen zwischen Kristina und Ninja, dahinter Julian und der Simon als Rikschafahrer. Fehlte nur noch ein Name: „Schürzenjäger“ heißt das Bier. Wenn das mal keine Lust auf die nächste Wiesn macht, wo die Lederhosenhirsche wieder los sind. Wir zumindest wissen schon, welches Bier wir ab jetzt genießen, wenn wir Feierabend haben und wünschen Kristina und Ninja viel Erfolg für die Zukunft, wobei, der ist euch ohnehin schon gewiss!