Grünes Licht für Standplätze in der Innenstadt!

Die Münchner Lokalmedien (TZ) haben berichtet. Es gibt grünes Licht für neue Standplätze in der Innenstadt.

Mit offiziellem Schreiben des Berzirksausschuss Altstadt / Lehel werden pilotweise ca. 10 Standplätze vor dem Traditionskaufhaus Ludwig Beck eingerichtet, mit Nachrückzone in der Burgstraße. Weiterhin sollen zwei Standplätze für je 5 Rikschas entlang der Fußgängerzone entstehen, in der Ettstraße, im Schatten der St. Michaelskirche und in der Herzog-Max Straße beim Brunnenbuberl am Stachus. Endlich gibt es neben dem Marienplatz also auch zwei weitere kleine Standplätze, von wo aus Rundfahrten und Transferfahrten mit der Rikscha durch München starten können.

Die Einigung kam am 24. April im Unterausschuss „Verkehr und Umwelt“ unter Vorsitz von Herrn Jürgen-Peter Pinck (SPD) zustande und wurde von der Vollversammlung am 8. Mai unter Vorsitz von Herrn Wolfgang Neumer (CSU) einstimmig abgesegnet. Roy Frankfurt und Falk Hilber waren als leitende Vertretung der Münchner Fahrerschaft (ADFC München e.V.) bei beiden Sitzungen anwesend.

Die letzten 6 Jahre haben gezeigt, dass Standplätze für Rikschas in der Innenstadt eine Bereicherung für alle sind, auch für uns. Rechtlich dürfen die Fahrer von Rikschas überall in der Fußgängerzone Fahrgäste aufnehmen, sofern sie sich an die gesetzlichen Regelungen für Fahrradfahrer halten. Rikschas werden in Deutschland als Fahrräder behandelt, wenn es auch einige Unterschiede gibt, die z.B. ein Absteigen in Fußgängerbereichen sinnlos erscheinen lassen. Denn Rikschas sind Dreiräder. Sie können nicht umfallen. Da wo ein Absteigen für Fahrradfahrer durchaus Sinn macht, um keine Mitmenschen zu gefährden, da besteht keine Gefährdung durch Rikschas. Der Fahrer einer Rikscha kann seine Geschwindigkeit an Fußgängerströme anpassen und langsamer als Schrittgeschwindigkeit fahren. Wir haben dafür sogar ein neues Wort erfunden, das ist die Kriechgeschwindigkeit. Solange es hier aber keine einvernehmliche Einigung gibt, halten wir uns gerne an die Regeln und schieben unsere Rikschas zu den Standplätzen, wie auch jetzt. Von Seite der Münchner Rikschafahrer wurde zudem zugesichert, an den Standplätzen die Musik auszudrehen.